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Die Konversion militärischer Flächen am Beispiel der Tilly-Kaserne bei Kreut

Facharbeit von Julia Bernhard (Fach: Geographie, Decartes Gymnasium 2007/2009)

Inhaltsverzeichnis

1. Vorstellung des Themas
1.1 Definition des Begriffes Konversion bzw. Standortkonversion
1.2 Ende des Ost-West-Konfliktes und dessen Zusammenhang mit Deutschland und der Tilly-Kaserne in Neuburg
2. Umwandlung der Tilly-Kaserne in eine zivile Nutzung
2.1 Drei kurze Beispiele erfolgreicher Standortkonversion
2.1.1 Hannover – Prinz Albrecht Kaserne
2.1.2 Flensburg – Grenzlandkaserne
2.1.3 Flensburg – Marinestützpunkt
2.2 Geschichte der Tilly-Kaserne bis 1994
2.3 Auflösung der Kaserne
2.4 Altlasten
2.5 Panzerwaschanlage
2.6 Vermarktung der Kaserne durch das Bundesvermögensamt
2.6.1 Fahrsicherheitszentrum
2.6.2 Scheitern dieses Vorhabens
2.7 Gründung der Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH
2.7.1 Gesellschafter und deren Aufgabe
2.7.2 Kauf der ehemaligen Tilly-Kaserne vom Bundesvermögensamt
2.8 Umwandlung des Standortübungsplatzes zum Naturschutzgebiet
2.9 B 16 Trasse Ortsumgehung Unterhausen-Oberhausen und Brücke nach Kreut
2.10 Leistungen der Tilly- Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH
2.10.1 Entstehung des Gründerzentrums
2.10.2 „Kreut“ - Neuer Ortsteil der Gemeinde Oberhausen
3. Résumé und Zukunftsaussichten
4. Danksagung
  Fußnoten
5. Literatur- und Quellenverzeichnis
5.1 Literatur
5.2 Archivalien der Kreisstadt Neuburg a. d. Donau
5.3 Sonstige Quellen
6. Anhang

1. Vorstellung des Themas

Die Neuburger Rundschau schreibt am 26.08.1994: „Mit der Auflösung der Tilly- Kaserne gehen mehr als 200 Jahre Heeresgeschichte in der Ottheinrichstadt zu Ende“. 1769 wurde ein ganzes Regiment1 nach Neuburg verlegt und dafür eine Kaserne gebaut, in der heute das Landratsamt der Kreisstadt Neuburg- Schrobenhausen untergebracht ist2. 1959 wurde die Tradition mit der neu erbauten „Burgwaldkaserne“ weitergeführt. Man siedelte dort ein Bataillon an und nur fünf Jahre später wurde die Kaserne zu Ehren des bekannten Feldherrn aus der Zeit des 30jährigen Krieges in Tilly-Kaserne umbenannt.3 Diese Kaserne wurde am 30.09.1994 bei einem feierlichen Akt geschlossen.

Nach vier Jahren gescheiterter Vermarktungsversuche durch das Bundesvermögensamt kaufte schließlich eine Gesellschaft aus privaten und kommunalen Mitgliedern das Gelände der verwaisten Tilly-Kaserne. In zehn Jahren Arbeit gelang ihnen die Umwandlung des Geländes in ein Wohn- und Gewerbegebiet. Im Folgenden wird diese Umwandlung erläutert und zum Schluss der Arbeit bewertet.

1.1 Definition des Begriffes Konversion bzw. Standortkonversion

Prinzipiell bedeutet Konversion „die Umstellung militärisch genutzter Ressourcen auf zivile Nutzung“4. Davon betroffen sind unter anderem die Rüstungsproduktion, -forschung und -entwicklung sowie das militärische Areal.

Demzufolge kann man Standortkonversion als Teil der Konversion definieren, bei der militärische Liegenschaften, also Stützpunkte und Übungsplätze, für eine zivile Nutzung umgewandelt werden5.

1.2 Ende des Ost-West-Konfliktes und dessen Zusammenhang mit Deutschland und der Tilly-Kaserne in Neuburg

Der Fall der Mauer 1989 in Berlin symbolisiert das Ende des Kalten Krieges und somit das Ende des Ost-West-Konfliktes und die Einigung Deutschlands. Die bisher starke militärische Aufrüstung der Westmächte mit den USA an der Spitze und des Ostblocks unter Verwaltung der Sowjetunion wurde durch Abrüstungsmaßnahmen ersetzt. Im Zuge zahlreicher Verhandlungen, wie z. B. der KSZE (Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), wurden Friedensverträge geschlossen. Zum Beispiel wurden im KSE-Vertrag (Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa) Bestimmungen zur Truppenreduzierung und zu Rüstungsbeschränkungen festgelegt.6 Im Rahmen dieses Vertrages war auch ein Inspektionsteam aus Russland in der ehemaligen Tilly- Kaserne und überprüfte, ob z. B. die Zahl der Panzer den im Vertrag festgelegten Zahlen entsprach.7

2. Umwandlung der Tilly-Kaserne in eine zivile Nutzung8

Grundmann schreibt in seinem Buch „Regionale Konversion“, dass in ländlich strukturierten Regionen der Beschäftigungseffekt der Bundeswehr als ein positiver regionalwirtschaftlicher Faktor gewertet werde9. Dementsprechend war die Schließung der Tilly- Kaserne in Neuburg nicht erwünscht, da sich dies negativ auf die regionale Arbeitsmarktsituation und Kaufkraft auszuwirken drohte. In der Tilly-Kaserne selbst waren ca. 1500 Soldaten und ca. 83 zivile Arbeitnehmer beschäftigt. Im Zuge einer angedrohten Schließung ließ die Stadt Neuburg im Jahr 1990, um im Bundesverteidigungsministerium für den Standort zu werben, den Wirtschaftsfaktor der Tilly- und der Wilhelm- Frankl Kaserne für die Region ermitteln. Man kam auf eine Zahl von über 100 Mio. Mark, die jährlich durch zivile Aufträge, Materialeinkäufe und auch Arztüberweisungen durch die Bundeswehr sowie durch Standortsoldaten und deren Familien in die Region fließen.

Diese Bemühungen konnten dennoch die Bonner Entscheidungen nicht rückgängig machen.10 Zu Arbeitsplatzverlusten kam es jedoch kaum, da die Altersstruktur bei den zivilen Arbeitern so beschaffen war, dass viele in den vorzeitigen Ruhestand geschickt werden konnten, Jüngere fanden im Jagdgeschwader einen neuen Arbeitsplatz. Ein Teil der Heeressoldaten wurde nach Ingolstadt versetzt11, viele aber in die alten und neuen Bundesländer der Bundesrepublik.

2.1 Drei kurze Beispiele erfolgreicher Standortkonversion

Da die Umwandlung der Tilly-Kaserne nicht gut gelungen ist, werden im Folgenden drei kurze Beispiele aus Hannover und Flensburg dargestellt. Anhand dieser Beispiele kann man aufzeigen, was sich bei einer besseren politischen Zusammenarbeit und einer besseren Organisation verwirklichen lässt.

Die Prinz-Albrecht-Kaserne in Hannover, die Grenzlandkaserne und der Marinestützpunkt in Flensburg sind von der Größe her, gleichwertig mit der Tilly-Kaserne. Im Gegensatz zur Tilly-Kaserne weisen sie jedoch Stadtnähe auf. In beiden Städten war sowohl bei einer besseren Organisation als auch bei einem besseren politischen Rückhalt die Konversion der alten militärischen Einrichtungen erfolgreicher als in Neuburg.

Auch wenn Flensburg ein wirtschaftlich nicht begünstigter Standort ist, da nördlich davon die Grenze zu Dänemark liegt und auch südlich davon kaum Industrie vorhanden ist. Die Arbeitslosenquote beträgt regelmäßig zwischen 12 und 15 %. So setzt die Stadt verstärkt auf den Tourismus.

Die Prinz Albrecht Kaserne in Hannover soll aber nur ein Beispiel für eine geglückte Umwandlung sein. Es ist logisch, dass eine Stadt wie Hannover mehr Geld für solche Umbaumaßnahmen aufwenden kann als Neuburg. In Neuburg wäre außerdem eine so intensive Wohnbebauung allein schon wegen der Lage Kreuts nicht möglich.

2.1.1 Hannover – Prinz Albrecht Kaserne

Die Prinz Albrecht Kaserne wurde im Zuge der Abrüstung Anfang der 90er Jahre geschlossen. Die Kaserne befindet sich mit Straßenbahnanbindung direkt in der Stadt, wodurch das Gelände begünstigt für eine Wohnbebauung ist. Im Jahr 2000 kaufte eine zivile Verwertungsgesellschaft das Kasernengelände und errichtete ein Wohngebiet darauf. Auf dem früheren Exerzierplatz wurden eine Grünanlage und ein Spielplatz angelegt. Außerdem wurden in den Kompaniegebäuden Eigentumswohnungen und Wohnungen für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung mit Fahrstühlen und Stahlbalkonen, welche eine soziale Organisation übernahm, ausgebaut.

Im technischen Bereich wurden alle Kraftfahrzeughallen, Schleppdächer und Fahrzeugrampen abgerissen. Dort entstand eine Reihenhaussiedlung mit kleinen Grundstücken, welche nur Familien mit einem geringen Jahreseinkommen und mindestens zwei Kindern erwerben konnten. Die Stadt Hannover war Trägerin dieser Wohnanlage. In einem anderen Bereich entstanden größere Reihenhäuser. Ferner wurde ein Altenheim neu geschaffen und ein Einkaufzentrum errichtet. Neben der Turnhalle wurden ein Kindergarten und eine Schule gebaut, die miteinander verbunden sind.

Im Jahr 2000 waren noch nicht alle Bereiche der großen Kasernenanlage neu gestaltet. Man hatte vor allem wegen der denkmalgeschützten Gebäude des technischen Bereiches Probleme. Aber nur vier Jahre später war alles fertig gestellt. In der Kfz-Werkstatt wurde eine Kindertagesstätte eingerichtet.

2.1.2 Flensburg - Grenzlandkaserne

In der Flensburger Grenzlandkaserne waren circa 1200 Soldaten stationiert. Nach Abzug der Bundeswehr im Jahr 1993 stand die Kaserne zwei Jahre leer, bis ein ziviler Investor 1,5 Millionen DM dafür bezahlen wollte, um sie zu einem Wohngebiet umzubauen.

Die Stadt Flensburg hatte jedoch auch Interesse an diesem Gelände, weil es mitten im Stadtbereich liegt. Die Stadt wollte für das gesamte Gelände aber nur einen Symbolpreis von einer DM bezahlen. Als man jedoch feststellte, dass sich unter Denkmalschutz gestellte Gebäude auf dem Gelände befanden, zog sich der Investor zurück und der Bund musste der Stadt das Gelände überlassen.

Eine Wohnungsbaugesellschaft erschloss das Gelände und baute Einfamilienhäuser auf die freien Flächen und Eigentumswohnungen in die alten Kasernengebäude. Da sie aber die Kosten falsch kalkuliert hatte, kam es zu erheblichen Problemen und sie musste Insolvenz anmelden. Durch die bessere Kalkulation einer anderen Wohnungsbaugesellschaft konnte eine neue Siedlung in einem anderen Teil der Kaserne gebaut werden. Die dortigen alten Kasernenblocks aus den 30er Jahren wurden zu Eigentumswohnungen umgebaut.

2.1.3 Flensburg – Marinestützpunkt

1980 war der Marinestützpunkt Flensburg eine stark frequentierte Anlaufstelle der Kriegsschiffe der Bundesmarine. Nach der Wiedervereinigung wurde der Flensburger Marinestützpunkt aufgelöst und das Gelände verkauft. Es blieb nur noch die Marine Fernmeldeschule in den alten Kasernenanlagen.

Eine zivile Verwertungsgesellschaft baute auf der Mole12 eine Reihenhaussiedlung und Gebäude mit Geschäftsräumen. Direkt neben der Reihenhaussiedlung wurde ein Yachthafen eingerichtet. Auf der einen Seite kann man mit dem Schiff zu seinem Wohnhaus fahren, auf der anderen Seite parkt das eigene Auto. Trotz immenser Preise konnten alle Reihenhäuser verkauft werden.

Kriegsschiffe wurden zum Teil verkauft und in Ausflugsdampfer umgebaut.

2.2 Geschichte der Tilly-Kaserne bis 1994

In der Tilly-Kaserne ist man ähnlich vorgegangen wie in Hannover und in Flensburg. Die Umwandlung der Tilly-Kaserne wird nun Schritt für Schritt dargestellt.

1956 bis 1959 erbaut, blickte die Tilly-Kaserne bei ihrer Schließung auf eine erfolgreiche Geschichte als panzerstärkste Heimatschutzbrigade der Bundesrepublik Deutschland zurück. Bis 1990 wurde die Kaserne stetig erweitert und erneuert. Die Kaserne bestand aus acht Unterkunftsgebäuden, Casino, Stabsgebäude, Sanitätsgebäude, Schulungsgebäude, einer Sporthalle mit neu angelegtem Sportplatz, technischen Einrichtungen wie Hallen, Werkstätten, Garagen und einer noch nie benutzten neuen Panzerwaschanlage13.

2.3 Auflösung der Kaserne

Hillebrand Christoph vom Bayerischen Staatsministerium schreibt in einer Pressemitteilung vom 29.01.1998, dass in Bayern seit 1990 über 80.000 Soldaten und zivile Beschäftigte der Bundeswehr und der US-Streitkräfte abgezogen wurden. Als am 15.12.1992 bekannt gegeben wurde, dass die Kaserne geschlossen werden sollte, war Neuburg zutiefst bestürzt. Daher machte sich eine Gesandtschaft aus Landrat Keßler, Bürgermeister Huniar, Bürgermeister Schiele (Oberhausen), dem Landtagsabgeordneten Eugen Freiherr von Redwitz und dem Bundestagsabgeordneten Horst Seehofer direkt auf den Weg ins Bundesverteidigungsministerium nach Bonn, um als Fürsprecher für die Kaserne zu werben. Die anfängliche Zuversicht14 wich jedoch schnell einer Resignation15.

Trotz zahlreicher Bemühungen gegen eine Reduzierung des Militärs in Neuburg, schafften es Neuburgs Politiker nicht, den Bonner Entscheidungen entgegenzuwirken. Die Tilly-Kaserne wurde am 30. September 1994 geschlossen. Ab diesem Zeitpunkt sprach man über mögliche Nachfolgenutzungen.

2.4 Altlasten

„Das Bundes-Bodenschutzgesetz definiert Altlasten als

  • stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind (Altablagerungen), und
  • Grundstücke stillgelegter Anlagen und sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist (Altstandorte),

durch die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden.“

Bei militärischen Liegenschaften handelt es sich vorwiegend um abgegrenzte Gebiete - im Fall der Tilly-Kaserne um den Truppenübungsplatz - die unter Altlastenverdacht standen. In der Tilly-Kaserne ging man von drei Fällen aus, bei denen eventuell gefährliche Rückstande im Boden verblieben sein könnten. Zum einen war es die ehemalige Kreidegrube der Firma Hoffmann, die noch vor der Zeit der Mülltrennung als Müllplatz genutzt wurde. Zum anderen war es der Tontauben-Schießstand, bei dem man Bleirückstände vermutete. Ferner befürchtete man grundwasserschädigenden roten Phosphor von den Blendbrand-Handgranaten.

Vor dem Hintergrund, dass Grundwasserströme unterhalb der Donau von Bittenbrunn her von Norden nach Süden verlaufen, wurde durch das Bundesverteidigungsministeriums veranlasst, Altlasten zu melden. Daher wurden 1989 durch das Wehrgeologische Institut in Fürstenfeldbruck umfangreiche Bodenproben entnommen und weitere Untersuchungen des Bodens angestellt. Die Nachforschungen ergaben, dass vom Truppenübungsplatz keinerlei Grundwasserbelastung ausging.16

2.5 Panzerwaschanlage

1988, also ein Jahr vor dem Mauerfall, wurde mit dem Bau der Panzerwaschanlage begonnen. Diese Waschanlage war bereits 1983 bei der zuständigen Wehrbereichsverwaltung in München beantragt worden. Damals war das Jägerbataillon in der Tilly-Kaserne mit Schützenpanzern ausgerüstet worden und die vorhandenen Wascheinrichtungen reichten nicht mehr aus.

Im Frühjahr 1988 wurde die Bundeswehr von dem Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt aufgefordert, diese Waschanlage zu bauen, damit keine ungeklärten Abwässer in die südliche Frankenalp eingeleitet werden. Gleichzeitig wurde der Bundeswehr mit einer Strafe gedroht. Diese Aufforderung des Wasserwirtschaftsamtes war Grund, dass bereits im Herbst 1988 mit dem Bau der Waschanlage begonnen wurde.

Aufgrund des Mauerfalls im November 1989 gab es im Frühjahr 1990, als sich die Wiedervereinigung abzeichnete, für eineinhalb Jahre einen Baustopp. Es wurde damals bekannt, dass die drei Heimatschutzbrigaden der alten Bundeswehr als erste bei einer künftigen Umgliederung aufgelöst werden sollten.

Im Herbst 1991 wurde vom Verteidigungsministerium entschieden, dass in die Tilly- Kaserne ein Transportbataillon stationiert wird. Also wurde der Bau der Panzerwaschanlage als Fahrzeugwaschanlage wieder in Gang gesetzt und im Dezember 1992 fertig gestellt.Aber nicht nur die Baumaßnahmen liefen weiter. Auch das Personal wurde umgegliedert. Die Offiziere wurden versetzt. Die Unteroffiziere wurden von Panzersoldaten in Transportsoldaten umgeschult. Man richtete sich ganz auf die neuen Aufgaben ein.

Insgesamt wurden 12,5 Millionen DM für den Bau der Panzerwaschanlage ausgegeben.

Drei Wochen nach der Fertigstellung im Dezember 1992, wurde bekannt gegeben, dass die Kaserne geschlossen wird. Als Grund für die endgültige Schließung, gab das Verteidigungsministerium an, dass für notwendige infrastrukturelle Maßnahmen keine Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.

Für die Tankfahrzeuge des Transportbataillons hätten noch drei Rampen mit Ölauffangwannen gebaut werden müssen.

Die Panzerwaschanlage der Tilly-Kaserne ist Symbol für die schlechte Planung der Bundeswehrführung und der verantwortlichen Politiker, die zu einer Geldverschwendung unvorstellbaren Ausmaßes in Deutschland geführt hat.

Nicht nur in der Tilly-Kaserne in Neuburg, sondern bundesweit wurden an vielen Militärstandorten die Truppenteile aufgelöst, umgegliedert, neu aufgestellt und wieder aufgelöst.

2.6 Vermarktung der Kaserne durch das Bundesvermögensamt

Nach der Schließung der Kaserne erwies sich die Vermarktung durch das Bundesvermögensamt als langwierig. Ein schneller Verkauf des Grundstücks sollte einen möglichst hohen Preis erzielen. Der Wert des gesamten Geländes mit der vorhandenen Bausubstanz, hat damals 60 Millionen Mark betragen.17

2.6.1 Fahrsicherheitszentrum und weitere Nachnutzungen

Kaufinteressenten fanden sich nicht viele. Neben den Ideen einer Verwaltungsschule18, eines Fußball-Gymnasiums19, eines Resozialisierungszentrums20 und einer Reha- Klinik21 kam als einziger seriöser Kaufinteressent die Agentur Butz, Krämer und Partner aus Unterföhring bei München in Frage22, die ein Fahrsicherheitszentrum auf dem Gelände errichten wollte.

Diese Agentur war jedoch nicht an einer Verwertung des Kasernengeländes mit seinen Gebäuden interessiert, sondern lediglich an einem Fahrsicherheitszentrum im südlichen Teil des Geländes. Dafür benötigte sie noch einige Hektar Land vom angrenzenden Standortübungsplatz. Zudem sollte eine Off-Road-Piste auf dem restlichen Übungsplatz eingerichtet werden.

2.6.2 Scheitern dieses Vorhabens

Gleichzeitig beantragte aber der Bund Naturschutz Neuburg die Ausweisung des ca. 170 ha großen Standortübungsplatzes zum Naturschutzgebiet. Es liegt deshalb ziemlich nahe, dass zwei so unterschiedliche Interessen auf keinen gemeinsamen Nenner zu bringen sind. Der Bund Naturschutz weigerte sich, der Agentur Land für ihr Vorhaben zu geben, denn schon zu Bundeswehrzeiten sei man verantwortungsvoll mit dem Übungsplatz umgegangen23. Außerdem hätten sich in diesem Bereich vom Aussterben bedrohte Tierarten angesiedelt, die vom angrenzenden Motorlärm wieder verdrängt werden würden24.

Da 1997 das Fahrsicherheitszentrum in Mühlhausen bei Augsburg nur ca. 50 km von Neuburg eröffnet wurde, war es für den Neuburger Naturschutzbund umso absurder, dem Bau in Kreut zuzustimmen25.Zumal es auch das oberste Ziel der Stadt Neuburg gewesen ist, das gesamte Kasernengelände sinnvoll zu verwerten, kam der Verkauf an die Agentur Butz, Krämer und Partner nicht zu Stande, denn für das Vorhaben der Agentur war der gesamte Gebäudekomplex der Kaserne unwichtig und wäre somit verfallen.

2.7 Gründung der Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH

Schon im Januar 1994, also bevor die Tilly-Kaserne geschlossen wurde, sprach Landrat Dr. Richard Keßler von der Gründung einer Verwertungsgesellschaft26. Man ließ schon vorab einen Gesellschaftervertrag aufsetzen. Zu diesem Zeitpunkt sollte auch das Areal des Munitionsdepots in Weichering geschlossen werden. Somit wäre die Gemeinde Weichering auch ein Gesellschafter der Firma „Entwicklungs- und Verwertungsgesellschaft für Bundeswehrliegenschaften Neuburg- Schrobenhausen m. b. H.“ geworden27.

Im Rahmen dieser Überlegungen besuchten Mitglieder des Kreistages ein Technologie- Zentrum in Freilassing, das ausschließlich die Ansiedlung von Computerindustrie fördert28. Wegen einer skeptischen Haltung von Oberbürgermeisters Huniar wurde dieser Gedanke jedoch fallen gelassen.29 Zwei Jahre später, nachdem die in Punkt 2.6 genannten Konzepte verworfen wurden, lebte die Idee der Gründung einer Verwertungsgesellschaft wieder auf.

2.7.1 Gesellschafter und deren Aufgabe

Am 7.03.1997 wurde die „Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH“ gegründet und mit einer Million Mark Stammkapital ausgestattet30. Die Gesellschafter waren der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen mit 200.000 DM Anteil, die Stadt Neuburg und die Gemeinde Oberhausen mit je 150.000 DM. Außerdem beteiligten sich die Volksbank- Beteiligungs-GmbH mit 150.000 DM, die Raiffeisenbank Oberhausen/Sinning mit 100.000 DM, die vier Bauunternehmer Mayr, Wittmann, Pettmeser, Meiliger mit insgesamt 160.000 DM und Fritz von Phillipp (der ehemalige Besitzer des Geländes) mit 90.000 DM. Geschäftsführerin war Regierungsrätin Anette Lenz. Als Aufgabe stellte sich die Verwertungsgesellschaft „[…] Erwerb, Erschließung, Vermarktung und Verkauf[…]“ des Geländes der ehemaligen Tilly-Kaserne31 an Betriebe und die Ausweisung des benachbarten Truppenübungsplatzes als Naturschutzgebiet32. Wie im Gesellschaftsvertrag festgelegt, wurde „[d]ie Gesellschaft auf zunächst unbestimmte Zeit gegründet.“

Nach Beendigung ihrer Arbeit sollte die Verwertungsgesellschaft sich selbstauflösen. Diese Auflösung wurde in der Gesellschafterversammlung am 30.04.2008 für den 1.05.2008 beschlossen33.

2.7.2 Kauf der ehemaligen Tilly-Kaserne vom Bundesvermögensamt

Die Kaufverhandlungen zogen sich nach der Gründung der Verwertungsgesellschaft ca. eineinhalb Jahre hin. In Neuburg beklagte man sich über „unzumutbare Nebenbedingungen“, die der Bund neben dem Kauf stellte34. Schließlich konnte der Kaufvertrag am 5. Juni 1998 unterschrieben werden35. So wechselte die Kaserne für 2,8 Millionen DM den Besitzer. Der Bund stellte die Bedingung, dass bei einer möglichen Wohnbebauung Nachzahlungen in Höhe von 2,8 Millionen gezahlt werden müssten36.

2.8 Umwandlung des Standortübungsplatzes in ein Naturschutzgebiet

Nachdem die Untere Naturschutzbehörde Neuburg-Schrobenhausen die Ansiedlung eines Fahrsicherheitszentrums im Bereich des Standortübungsplatzes erfolgreich hatte verhindern können, machte sie es sich zur Hauptaufgabe, das ca.181 ha große Areal als Naturschutzgebiet ausweisen zu lassen. Dieses Gebiet liegt nach § 2 der „Verordnung über das Naturschutzgebiet Kreut, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen“ im Oberbayerischen Amtsblatt Nr. 23/2000 „in der Stadt Neuburg a. d. Donau, Gemarkung Feldkirchen und der Gemeinde Oberhausen, Gemarkung Oberhausen“. In Zusammenarbeit der Verwertungsgesellschaft mit der Unteren Naturschutzbehörde wurde der Standortübungsplatz im Dezember 2000 zum Naturschutzgebiet erklärt37. Aufgrund weiterer Bemühungen beider Parteien konnten nur knapp ein Jahr später Orientierungstafeln errichtet werden, die naturinteressierten Spaziergängern Wanderwege zeigen und Hinweise zu bedrohten Tierarten geben. Gleichzeitig diente eine Broschüre mit dem Titel „Natur beobachten – Natur erleben“ mit reichlichen Informationen über die Tier– und Pflanzenwelt des Naturschutzgebietes dem Zweck der Besucherlenkung38.

2.9 B 16 Trasse Ortsumgehung Unterhausen-Oberhausen und Brücke nach Kreut

Seit 1980 bemühte man sich in Oberhausen, die Bundesstraße aus der Ortschaft zu verbannen. Dazu ließ sie ein Planfeststellungsverfahren durch die Straßenbaubehörde Ingolstadt einleiten. 1988 erhielt die Gemeinde Oberhausen drei Vorschläge für eine Umgehungsstraße. Von diesen drei Trassen erschien die heutige Ortsumgehung als die sinnvollste. Als 1999 die Planungen für die neue Ortschaft Kreut weit fortgeschritten waren, erhielt Oberhausen den Bescheid, dass das circa 30-Millionen-Mark-Projekt für das Jahr 2001 in den Bundeshaushalt genommen worden war39. Allerdings kamen mit diesem Plan neue Probleme auf. Die Straßenbaubehörde forderte nun entlang der Einfahrt des Tilly Gewerbegebietes und den Parkplätzen vor der Einfahrt nach Oberhausen eine Kriechspur für LKWs zu errichten, um riskante Überholmanöver zu vermeiden, da diese Strecke als besonders unfallfreudig angesehen wird. Die Voraussetzung für eine solche Kriechspur war aber eine Brücke, die die sichere Ein- und Ausfahrt nach Kreut gewährleisten sollte. Da die Gemeinde Oberhausen den Bau einer solchen Brücke nicht bezahlen konnte, bemühte sie sich um eine Südumgehung quer durch das Naturschutzgebiet40. Da das Naturschutzgebiet jedoch nicht überbaut werden darf und es diesem Plan an politischem Rückhalt fehlte, wurde er abgelehnt41.

Tatsächlich kann man sagen, dass das Verkehrsaufkommen bei Kreut noch lange nicht so hoch ist, dass eine Brücke für die sichere Ein- und Ausfahrt erforderlich ist. Sollte das Verkehrsvolumen jedoch größer werden, so dass Fahrzeuge aus Kreut nur noch sehr schlecht ein- und ausfahren können, ist es möglich, dass die Straßenbaubehörde den Bau einer Brücke und einer Kriechspur für LKWs festlegt.

2.10 Leistungen der Tilly- Immobilie Verwertungsgesellschaft mbH

Nach dem Kauf des rund 28 ha großen Kasernenareals machte sich Geschäftsführerin Annette Lenz daran, einen Flächennutzungsplan zu erstellen. Zunächst plante man, ein reines Gewerbegebiet auf dem Gelände des neu entstandenen „Tilly-Parks“ zu errichten. Mangels Bewerbern konnte dieser Plan jedoch nicht verwirklicht werden. Deshalb beabsichtigte man im östlichen Teil des Geländes ein Wohnbaugebiet zu errichten.

Wie die Neuburger Rundschau am 3.05.2008 berichtete, sind 13,3 ha Gewerbe- und Industriefläche, 3,2 ha Wohnbaufläche und 11,5 ha Grün-, Sport- und Verkehrsfläche entstanden. Man investierte in Straßen, Kanal- und Wasserleitungen. Bedeutend höher seien aber die Ausgaben für den Abriss von vier Unterkunftsgebäuden, sowie einer alten Sporthalle und des versiegelten Exerziersplatzes gewesen.

2.10.1 Entstehung des Gründerzentrums

Im Mai 2002 wurde im renovierten Stabsgebäude das „Existenzgründerzentrum Neuburg“ eröffnet. Das Existenzgründerzentrum bietet Büroräume für ideenreiche Jungunternehmer im Technologie- und Dienstleistungssektor. Zu einem Preis von 5 Euro pro Quadratmeter können Räume ab einer Größe von 27 qm gemietet werden. Daneben erhalten Existenzgründer Beratung durch Experten sowohl im Gründerstadium als auch im laufenden Geschäftsbetrieb und Unterstützung durch den Förderverein des Gründerzentrums Neuburg – Schrobenhausen42. Mit dem Existenzgründerzentrum wurde in Neuburg die frühere Idee eines Technologiezentrums verwirklicht (siehe Punkt 2.7).

2.10.2 „Kreut“ - Neuer Ortsteil der Gemeinde Oberhausen

Zum ersten Mal musste die Untere Naturschutzbehörde in die Arbeit der Verwertungsgesellschaft eingreifen, als sie davon hörte, dass bei den Abrissarbeiten im östlichen Teil des Geländes, dem heutigen Wohnbaugebiet „Am Burgholz“ , circa 2,6 ha Wald ohne Genehmigung gerodet wurden43. In diesem Gebiet sind nach dem Abriss von vier Unterkunftsgebäuden im Sommer 2002 57 Grundstücke entstanden und für den Verkauf freigegeben worden44. Bis zum heutigen Zeitpunkt konnte nur ein Teil der Grundstücke verkauft werden. Insgesamt beherbergt Kreut 46 Einwohner (Stand 3.05.2008 aus Neuburger Rundschau). Die geringe Einwohnerzahl von Kreut lässt sich auf die abgelegene Lage zurückführen. Es gibt im Ort weder Einkaufsmöglichkeiten noch Kinderbetreuungseinrichtungen. Baut eine Familie dort ein Haus, braucht sie mindestens einen Zweitwagen. Andererseits sieht man an der modernen Architektur und an der Größe der Häuser, dass für diese Familien, Geld keine große Rolle spielt.

Die Gewerbeansiedlung in Kreut profitiert jedoch von einer guten Verkehrsanbindung. 38 Firmen, die ca. 100 Arbeitsplätze schaffen, fanden dort ihren Standort (Stand 3.05.2008 aus Neuburger Rundschau). An diesem Standort sind sowohl Handwerksbetriebe als auch moderne Dienstleistungsunternehmen, wie z. B. ein Tief- und Straßenbauunternehmen oder ein Computerfachhandel, vertreten 45. In einem der Gebäude befindet sich die EDV-Firma Artner. Der Inhaber dieser Firma lobte in einem Interview mit der Neuburger Rundschau das Platzangebot und sagte überdies, dass seine Firma nicht von einer stark frequentierten Geschäftsstraße abhängig sei46. Das müssen die Firmen in Kreut auch sein, denn nur von Mundpropaganda, lässt sich in dieser Lage keine wirkliche Existenz aufbauen.

3. Résumé und Zukunftsaussichten

Insgesamt ist es der Verwertungsgesellschaft in zehn Jahren Arbeit gelungen, Gewerbe anzusiedeln und ein Wohngebiet zu errichten. Dadurch ist die neue Ortschaft Kreut entstanden. Die Konversion ist, wie in Punkt 2.1 erläutert, anderen Städten Deutschlands jedoch besser gelungen als Neuburg. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der größte Teil Kreuts auf Oberhausener Land liegt und somit auch ein Ortsteil der Gemeinde Oberhausen ist. Da ein Flächentausch mit der Mittelstadt Neuburg für die Oberhausener nicht in Frage kam47, erhielt Oberhausen wenig Unterstützung von der Stadt Neuburg, nicht zuletzt weil die Kommunikation oft scheiterte48.

Fakt ist, dass der Verkauf der Grundstücke nicht auf ein befriedigendes Niveau angestiegen ist. Das kann jedoch nicht nur an der gesunkenen Nachfrage nach Bebauungsland liegen49, wie das Beispiel Heinrichsheim zeigt. Dort konnte nämlich vor ein paar Jahren neues Bebauungsland sehr schnell verkauft werden.

Trotzdem ist es möglich, dass die Einwohnerzahl von Kreut in den nächsten Jahren wächst. Denn in Anbetracht der Tatsache, dass ein neuer Flächennutzungsplan der Stadt Neuburg eine Westerweiterung am Donauwörther Berg vorsieht50, ist es möglich, dass die Siedlung Kreut an Attraktivität gewinnt.

4. Danksagung

Ich möchte mich bei meinen Helfern herzlich bedanken. Ohne sie hätte ich wahrscheinlich ein paar Wochen in Zeitungsarchiven verbracht.

Am meisten möchte ich mich aber bei Herrn Weinrich und seiner Frau bedanken, zum einen für ihre Gastfreundschaft und Geduld und zum anderen natürlich für das viele Insider-Wissen. Erst durch ihn ist die Arbeit für mich interessant geworden.

Vielen Dank dafür.

Julia Bernhard

Fußnoten:

  1. net3
  2. net1
  3. net2
  4. Brockhaus, S.701
  5. Krause, Peter, Veräußerung von Flächen des Militärs, in: Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie, 1995, S.58-76
  6. s.o.
  7. Schnelzer H., Neuburg versteckt keine Panzer, in: NR, Nr.190 vom 19.08.1992
  8. Bilder im Anhang S.27 - 31
  9. Kap. 2.2, S.25
  10. vgl. Interview Herr Weinrich
  11. Der letzte Heeressoldat verläßt Neuburg, in NR, Nr. 196 vom 26.08,1994
  12. Eine Mole ist eine Anlegestelle für große Schiffe, welche auch mit Lastkraftwägen befahren werden kann (Information von Herrn Weinrich)
  13. vgl. Anhang S.26
  14. Tilly-Kaserne weiter im Gespräch, in: NR, Nr. 16, 21.01.1993
  15. Was wird aus der Tilly-Kaserne?, in NR, Nr. 110, 14.05.1993
  16. vgl. Interview mit Herrn Weinrich
  17. vgl. Interview mit Herrn Weinrich
  18. Abwarten bis Ausschreibungsende, in NR, Nr.38 vom 15.02.1996
  19. Fußballer-Gymnasium in Neuburg?, in NR
  20. Resozialisierung in der Tilly-Kaserne?, in NR, Nr. vom 5.02.1996
  21. Lichtenstern Ch., Reha-Klinik in der Tilly-Kaserne im Gespräch, in NR, Nr. 158 vom 11.07.1996
  22. Waigel: Tilly-Kaserne wird nicht verschleudert, in NR, Nr. vom 10.08.1996
  23. Brief von Herr Weinrich an Herrn Minister Dr. Goppel (Bayrisches Umweltministerium) vom 12.07.1996
  24. Naturschutz oder doch Arbeitsplätze?, in NR, Nr. vom 18./19.05.1996
  25. vgl. Interview mit Herrn Weinrich
  26. Minister Seehofer verspricht Hilfe, in NR, Nr. 14 vom 19.01.1994
  27. vorab Gesellschaftervertrag
  28. Frey Ch., Technologie-Zentrum für die Tilly-Kaserne?, in NR, Nr. von 1994
  29. Frey Ch., Wer will jetzt die Tilly-Kaserne, in NR, Nr. vom 5.2.1994
  30. Frey Ch., Tilly-Kaserne: Vertreter sind jetzt handelseinig, in NR, Nr. 56 vom 08./09.03.1997
  31. Gesellschaftsvertrag vom 7.03.1997
  32. Erstes Treffen der Tilly-GmbH; Landrat Keßler erhielt Vorsitz, in SOBZ, Nr.90 vom 19./20.04.1997
  33. Gesellschafterversammlung vom 30.04.2008
  34. Tilly-Kaserne: Kauf vorerst gescheitert, in NR, Nr. 31 vom 7.2.1998
  35. Kopie des Kaufvertrages, Notarielle Urkunde, 5.06.1998
  36. Ankauf der Tilly-Kaserne unter Dach und Fach, in SOBZ, Nr. 78, vom 1.04.1998
  37. vgl. Anhang S. 32
  38. vgl. Anhang S. 37
  39. Gute Karten für Umgehung, in NR, Nr. 171 vom 28.07.1999
  40. vgl. Anhang S. 33 - 36
  41. Briefverkehr zwischen Herr Weinrich und Oberregierungsrätin Kettermann-Tröger vom 12.02.2003
  42. Broschüre des Gründerzentrums, vgl. Anhang S. 38; Tilly-Park öffnet Tore für Gründer, in SOB, Nr. 224 vom 28.09.2001
  43. Abräumen im Tillypark bald beendet;Forstamt verlangt Ersatz für die Rodung, in NR, Nr. 64 vom 16.03.2002
  44. Jetzt kann endlich am Burgholz gebaut werden, in NR, Nr.136 vom 15.06.2002
  45. Eigenrecherche in Kreut
  46. Frey Ch., Wandel in alten Militär-Mauern, in NR, Nr. 96 vom 26.04.2000
  47. vgl. Interview mit Herrn Weinrich
  48. Neue Trasse gefährdet Umgehung, in SOB, Nr. 156 vom 10./11. 07.1999
  49. Die Tilly-GmbH wird sich bald auflösen, in DK, Nr. 286 vom 12.12.2005
  50. Siedlung orientiert sich nach Westen, in SOB, Nr. 298 vom 28.12.2000

5. Literatur und Quellenverzeichnis

5.1 Literatur

Ehlert W., Krummreich A., Baustelle Bundeswehr, Frankfurt am Main, 2006

Grundmann M, Regionale Konversion, Münster, Hamburg, 1994

Gerl, Thomas, Wohnen auf dem Kasernenhof, in: Bundesbaublatt, 1999, S. 42-45

Krause, Peter, Veräußerung von Flächen des Militärs, in: Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie: Raumbezogene Planung und Geographie, Regensburg, 1995, S.58-76

Wagner K., Einordnung von Konversion als Innen- oder Außenbereich, in: Der Bayerische Bürgermeister, Konversion- Umwandlung militärischer Liegenschaften für die zivile Nutzung 7/8.1995, S.241-267

Zeitung Datum Titel
NR, 88 14.04.1992 Transportmittel lösen Panzer demnächst ab
NR, 190 19.08.1992 Schnelzer H., Neuburg versteckt keine Panzer
NR, 16 16 21.01.1993 Tilly-Kaserne bleibt weiter im Gespräch
NR, 110 14.05.1993 Was wird aus der Tilly-Kaserne?
NR, 14 19.01.1994 Frey Ch., Minister Seehofer verspricht Hilfe
NR, 29 05.02.1994 Frey Ch., Wer will jetzt die Tilly-Kaserne?
NR, 196 26.08.1994 Der letzte Heeressoldat verläßt Neuburg
NR Jahr 94 Oberhausen drängt auf Aufhebung des Bundeswehr-Widerspruches
NR Jahr 1994 Frey Ch., Technologie-Zentrum für die Tilly-Kaserne?
NR Jahr 1994 Glatz U., Fußballer-Gymnasium in Neuburg?
NR Jahr 1994 Frey Ch., Manövergelende soll weg
NR, 261 13.11.1995 Glatz U., Tilly-Kaserne als Naturschutzgebiet genutzt?
NR Jahr 1995 Frey Ch., Trotz des Wendehalses eine Wende?
NR, 22 27./28.01.1996 Tilly-Kaserne: SPD will „Dampf machen“
NR, 29 05.02.1996 Glatz U., Resozialisierung in der Tilly-Kaserne?
NR, 31 07.02.1996 Albert Schmidt bittet Seehofer um Unterstützung
NR, 38 15.02.1996 Leitmayr M., Abwarten bis Ausschreibungsende
NR, 80 04./05.04.1996 Vier Bewerber für Tilly-Kaserne
NR, 114 18./19. 05.1996 Glatz U., Naturschutz oder doch Arbeitsplätze
NR, 125 01.06.1996 Goppel wartet ab
NR, 158 11.07.1996 Lichtenstern Ch., Reha-Klinik in der Tilly-Kaserne im Gespräch
NR, 159 12.07.1996 Lichtenstern Ch., Keßler: Fußangeln beim Fahrzentrum in Kaserne Lichtenstern Ch., SPD: Kreis soll Weg für Autoclub ebnen
NR, 170 25.07.1996 Frey Ch., Die leere Tilly-Kaserne ist weiter auf dem Markt
NR, 182 08.08.1996 Gerstmayer J., Auto-Zentrum Reha-Klinik oder Natur
NR, 184 10.08.1996 Lichtenstern Ch., Waigel: Tilly-Kaserne wird nicht verschleudert
NR, 229 04.10.1996 Frey Ch., Zwei Firmen wollen die Tilly-Kaserne
NR, 284 09.12.1996 Tilly-Kaserne: Siedlung mit Altenheim und Gewerbe?
NR Jahr 1996 Naturschützer geben keinen Meter preis
NR, 10 14.01.1997 Bickel M., Für die Tilly-Kaserne gute Zukunft in Sicht
NR, 56 08./09.03.1997 Frey Ch., Tilly-Kaserne: Vertreter sind jetzt handelseinig
SOB, 56 08./09.03.1997 Schwere Geburt Tilly-GmbH geschafft
SOB, 90 19./20.04.1997 Erstes Treffen der Tilly-GmbH; Landrat Keßler erhielt Vorsitz
NR, 115 23.05.1997 Frey Ch., Entscheidende Gespräche über Kauf von Tilly-Kaserne
SOB,164 19./20.07.1997 ADAC-Fahrsicherheitszentrum in der Tilly-Kaserne; Oberhausener Bürgermeister sieht neue Chancen
DK, 228 04./05.10.1997 Abrißkosten verzögern Kauf der Tilly-Kaserne
NR, 31 07.02.1998 Tilly-Kaserne: Kauf vorerst gescheitert
DK, 31 07./08.02.1998 Kein Kauf der Tillykaserne; Verhandlungen stagnieren
SZ, 32 09.02.1998 Pfeffer F., Zündende Ideen für Munitionsdepots gesucht
NR, 76 01.04.1998 Frey Ch., Tilly-Kaserne: Kauf ist perfekt
SOB, 76 01.04.1998 Ankauf der Tillykaserne unter Dach und Fach
SOB, 115 20.05.1998 Potente Mittelstandsbetriebe gesucht; JVA kein Thema für die Tilly-Kaserne
SOB, 230 07.10.1998 Der erste Betrieb zieht fest in die Tillykaserne ein; Landrat sieht Arbeitsmarkt im Kreis als "geräumt"
NR, 189 19.08.1998 Glatz U., Tilly-Gelände scheint begehrt
NR, 195 26.08.1998 Stumpf A., Riesige Stahlkonstruktion auf dem Kasernengelände
NR, 196 27.08.1998 Justizvollzugsanstalt in die Tilly-Kaserne?
SOB, 230 07.10.1998 Der erste Betrieb zieht fest in die Tillykaserne ein; Landrat sieht Arbeitsmarkt im Kreis als "geräumt"
NR, 228 05.10.1998 Städtebaulicher Vorentwurf für Tilly-Kaserne liegt vor
NR, 252 02.11.1998 Tilly-Park stößt auf Skepsis
NR Jahr 1998 Bald grünes Licht für Tilly-Ranch
NR, 28 04.02.1999 Die Zukunft haust in alten Militär-Gemäuern
NR, 150 03.07.1999 Planung für den neuen Ortsteil Kreut
SOB,156 10./11.07.1999 Neue Trasse gefährdet Umgehung
NR, 171 28.07.1999 Gute Karten für Umgehung
NR Jahr 1999 Reichl M., Schiele: „Endlich Nägel mit Köpfen“
NR, 217 20.09.1999 Bebauungsplan Kreut macht Fortschritte
NR, 96 26.04.2000 Frey Ch., Wandel in alten Militär-Mauern
NR, 292 19.12.2000 Oberhausen verlagert Bauhof nach Kreut
SOB,293 20.12.2000 Bauhof wird bald nach Kreut verlegt
NR, 298 28.12.2000 Stadt orientiert sich nach Westen
SOB, 82 07./08.04.2001 Gründerzentrum für Tillykaserne
Wochenzeitung,
Neuburg
19.06.2001 Tilly-Park – Das Gewerbegebiet im Grünen
NR, 224 28.09.2001 Rinke M., Ein Zentrum für das innovative Potenzial
SOB, 224 28.09.2001 Tilly-Park öffnet Tore für Gründer
NR   Die Natur erleben, aber sorgsam
SOB, 286 12.12.2001 In der Tillykaserne wird abgeräumt
NR, 03.01.2002 Reichl M., Die letzten Reste von der Tilly-Kaserne
Extra 28.02.2002 Aus Kaserne werden moderne Wohnungen
SOB, 64 16.03.2002 Abräumen im Tillypark bald beendet; Forstamt verlangt Ersatz für die Rodung
DK, 64 16./17.03.2002 Abräumen im Tillypark bald beendet; Forstamt verlangt Ersatz für Rodung
NR, 136 15.06.2002 Jetzt kann endlich am Burgholz gebaut werden
NR, 139 19.06.2002 Bachmeier U., Bayern will mit Land sparsamer umgehen
DK, 286 12.12.2005 Die Tilly-GmbH wird sich bald auflösen
NR 03.05.2006 Rinke M., Nervenaufreibendes, spannendes Projekt
NR 18.06.2006 Konversion bringt 130 Arbeitsplätze
DK 02.05.2008 Tilly-GmbH zieht einen Schlussstrich
NR, 103 03.05.2008 Umwandlung der Tilly-Kaserne abgeschlossen

5.2 Archivalien der Kreisstadt Neuburg a. d. Donau

Bayerisches Staatsministerium des Inneren, Beckstein: Neue Nutzung militärischer Liegenschaften ist Herausforderung für Staat, Kommunen und private Investoren, 29.01.1998

Broschüre: Natur beobachten – Natur erleben, Landratsamt Neuburg- Schrobenhausen (Hsg.), Neuburg, 2004

Broschüre: Gründerzentrum, Tilly-Immobilie Verwertungsgesellschaft

El Naib A., Jüngst W., Schütz E. (Hsg.), Die Bundesrepublik Deutschland bietet zum Kauf an: TILLY-KASERNE

Ebe Sibylle, Ebe Johann, Tilly-Kaserne Neuburg a. d. Donau / Oberhausen, Gutachten zur Nachnutzung, 1994

Gesellschaftervertrag, 1993

Gesellschaftsvertrag, 7.03.1997

Gesellschafterversammlung vom 30.04.2008

Kopie des Kaufvertrages, Notarielle Urkunde, 5.06.1998

Lenz A., Presseinformation, Ankauf Tilly-Kaserne gescheitert? , 06.02.1998

Lenz A., Presseinformation, Straßenbauamt verhindert Gewerbeansiedlung im Ortsteil Kreut, 27.01.1999

Lenz A., Presseinformation, Tag der offenen Tür im Gewerbepark Kreut, 04.07.2000

Niederschrift: Öffentliche Sitzung des Stadtrates der Stadt Neuburg an der Donau am 28.01.1997

Presseinformation von der Pressestelle des Landratsamtes ND-SOB, Call-Center in der ehemaligen Tilly-Kaserne; Investieren in innovative Lösungen, 10.03.2000

Presseinformation von der Pressestelle des Landratsamtes ND-SOB, Existenzgründerzentrum

Neuburg nimmt Konturen an, (k. A.) Herbst 2001

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Kreut“, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, in: Oberbayerisches Amtsblatt Nr. 23 vom 1.12.2000 , S.155ff

5.3 sonstige Quellen

net1: http://www.neuburg-donau.de/unsere_stadt/geschichte/daten/daten.htm aufgerufen am 18.01.2009
net2: http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_t%E2%80%99Serclaes_von_Tilly aufgerufen am 18.01.2009
net3: http://de.wikipedia.org/wiki/Regiment aufgerufen am 18.01.2009 06.04.2008 und 18.04.2008

Gespräch mit Gunter Weinrich (ehem. Standortältester, Mitglied des Naturschutzbundes)

Chronik der Tilly-Kaserne, keine offizielle Ausgabe