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Waldbad e.V.

UNSER FREIBAD vor der eigenen Haustüre

Vor einigen Jahren stand das Waldbad Oberhausen kurz vor dem AUS, doch ein raffinierter Schachzug brachte die Rettung.

Eine Million D-Mark. Als Ende der 90er Jahre diese Zahl in Oberhausen durch den Gemeinderat schwirrt, ist klar: Die Tage des Waldbades am Ortsrand sind gezählt. Eine Million Mark würde es kosten, das Freibad zu renovieren und gemäß einer neuen Bäderverordnung für den öffentlichen Betrieb fit zu machen. Eine Million Mark, die die Gemeinde Oberhausen ab nicht hat. Das Aus für das geschichtsträchtige Bad schien fast schon besiegelt..

Ein kleiner Blick zurück:                                                                                                                                                                 

Das Schwimmbecken wurde nach den Maßen der Olympischen Bäder aus 1936 geplant. 1941 wurde das Waldbad von und für Mitarbeiter der Wirtschaftlichen Forschungsgesellschaft (Wifo) gebaut. Das 33 Meter lange und dreieinhalb Meter tiefe Becken sowie die zwei Sprungtürme, 3 und 1 Meter hoch, sollten den Angestellten als Freizeitangebot in Oberhausen dienen. 1942 wurde es eröffnet.

Rund 25 Jahre später übernahm dann die Gemeinde das Bad. Aus Sicherheitsgründen mussten sie aber einige Umbaumaßnahmen in die Wege leiten. So verschwanden die beiden Sprungtürme und das Becken ist seither nur noch 1,60 Meter tief. Die Begeisterung der Oberhausener für ihr Waldbad tat dem allerdings keinen Abbruch, im Gegenteil. Das Schwimmbad war längst zu einem Anziehungspunkt in heißen Sommern geworden. An schönen Tagen strömen bis zu 300 badebegeisterte Menschen an den Eichelgrund, auch Scharen von Abkühlung suchenden Soldaten der nahe gelegenen Tilly-Kaserne sind regelmäßig zu Besuch. Oberhausens Bürger genießen es, ihr eigenes Freibad direkt vor der Haustüre zu haben.

Doch dann kündigt sich für das Jahr 2001 die neue Bäderverordnung an und dem Waldbad droht die Schließung. Die 40 Jahre alte Technik genüge nicht mehr den heutigen Ansprüchen, heißt es. Eine Modernisierung würde rund eine Million Mark kosten – zu viel für die Gemeinde.

Es wird gerechnet, verhandelt, überlegt, wie das Bad vielleicht doch noch vor dem Aus bewahrt werden könnte. Die rettende Idee kommt schließlich aus den eigenen Reihen der Bürger: Eine kleine Gruppe Waldbadfreunde gründet am 21.05.2001 mit der Unterstützung der Gemeinde Oberhausen den Verein „Waldbad Oberhausen e.V.“, pachtet für einen „symbolischen Schilling“ die Anlage und nimmt der Gemeinde den Betrieb ab.

Aus dem öffentlichen Bad wurde so ein privates und die Bäderverordnung für öffentliche Bäder quasi außer Kraft gesetzt. Die teure Renovierung ist somit hinfällig und das Waldbad bleibt bestehen.   Die Gemeinde über nimmt seither die Kosten für Wasser, Abwasser und Strom. „Es wäre wirklich zu schade gewesen, wenn das Bad hätte schließen müssen“, erklärte Mini Forster-Hüttlinger, Gemeinderätin und Vorsitzende des Vereins. „Die Technik des Bades ist vielleicht nicht auf dem neuesten Stand, aber sie funktioniert. Die Qualität unseres Wassers wird täglich mehrmals kontrolliert und entspricht daher den gesetzlichen Verordnungen nach wie vor. Für sie ist das Waldbad in den Jahren zu einer Institution geworden, die sie nicht mehr missen möchte. „Es ist ein sozialer Treffpunkt, an dem Jung und Alt zusammenkommen“, so Frau Forster-Hüttlinger. Vielen Oberhausenern geht es ähnlich, in kürzester Zeit treten immer mehr von Ihnen dem Verein bei. Denn: Nur wer Mitglied ist, darf weiterhin seine Runden im Becken drehen.

Heute in der 16 Saison, zählt der Verein über 1.100 Mitglieder – nicht schlecht für eine Gemeinde mit fast 3000 Einwohnern. „Wir haben Mitglieder, die regelmäßig kommen, aber auch welche, die längst nicht mehr hier wohnen, aber im Waldbad das Schwimmen gelernt haben und uns deswegen unterstützen wollen.“, weiß Mini Forster-Hüttlinger: „Daran sieht man einmal mehr: Die Oberhausener halten zusammen.“ Anders würde es auch nicht funktionieren. Ohne den Einsatz einiger Freiwilliger, die sich jeden Tag mehrere Stunden für den technischen Betrieb einsetzen wäre die Weiterführung des Waldbades nicht möglich. Die Außenanlagen müssen gepflegt, der Kiosk betrieben und auch der Einlass täglich von 9 – 21 Uhr geregelt werden. Nicht zu vergessen die vielen kleinen und größeren Reparaturen/Instandsetzungen und auch die immer wieder kehrenden Renovierungsarbeiten. 160.000 €uro wurden bis heute in dieser Zeit vom Verein für Reparaturen, Erneuerungen und Instandsetzungen aufgebracht. „Wir haben festgestellt, dass es ganz schön viel Arbeit ist, aber es lohnt sich jedes Jahr auf´s Neue.“ Leider musste Anfang der Saison 2015 das in die Jahre gekommene Kinderbecken wegen technischer Mängel für den Badebetrieb geschlossen werden. Eine Sanierung ist derzeit aus wirtschaftlicher Sicht nicht möglich. Voraussichtliche/Geschätzte Kosten zur Sanierung des Kinderbeckens 30.000 €.

2015/2016 wurden viele Spendenaktion zu gunsten des Waldbadvereines durchgeführt. Die aktuelle Höhe des Spendenkonto´s beträgt derzeit tolle 7.500 € (06/2016)!! Vielen Dank an Alle die sich an den Spenden - Aktionen beteiligt haben und auch ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren.

Die BITTE an ALLE Mitglieder des Waldbadvereins:

Melden Sie bitte Ihren Familienzuwachs der Mitgliederverwaltung – es ist wichtig, dass alle die das Schwimmbad nutzen in der Mitgliederliste aufgeführt sind.

Ebenso die Bitte: Kontoänderungen immer rechtzeitig dem Vorstand (Mitgliederverwaltung-Kontakt über den Kiosk o. I. Vorstand Frau Mini Forster-Hüttlinger) mitzuteilen.

Wenn Sie uns gerne unterstützen oder mitarbeiten möchten, Fragen und Anregungen haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Vorstand auf.

Kontaktadresse:

Eichelgrund 25
86697 Oberhausen

Tel. 08431 – 44349 I. Vorstand Frau Mini Forster-Hüttlinger

Der Jahresbeitrag berechtigt zum kostenfreien Einritt. Mit den Einnahmen werden die laufenden Kosten gedeckt. Die Gemeinde hat dem Verein darüber hinaus ihre finanzielle Unterstützung zugesichert.

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Familienmitgliedschaft 70 €/Jahr
Einzelmitgliedschaft 35 €/Jahr
Schülermitgliedschaft 20 €/Jahr
Als Mitglied erhalten sie die Berechtigung zur kostenfreien Nutzung des Waldbades. Sie sind aber auch herzlich aufgefordert, sich am Betrieb, der Aufsicht und dem Erhalt des Bades zu beteiligen.

Werden auch Sie Mitglied im "Waldbad Oberhausen e.V.", unterstützen auch Sie die Bemühungen, das "Waldbad" zu erhalten.

Ansprechpartner

1. Vorstand:   Frau Mini Forster-Hüttlinger

2. Vorstand:   Frau Karin Schmid

Schriftführer:  Frau Yvonne Junge

Kassier:         Frau Conny Wunderlich